KATIB Kulturverein Kopenhagen
Im Rahmen eines Erasmus+ Projekts hatte die Katib Farsi Bibliothek Graz die Möglichkeit, den KATIB Kulturverein
in Kopenhagen zu besuchen. Die Gruppe reiste am Nachmittag des 1. August in Dänemark an. Bereits am folgenden Tag, Samstag,
dem 2. August, führte die Gastgeberin durch die Stadt Kopenhagen und bot einen lebendigen Einblick in die kulturelle und gesellschaftliche
Vielfalt der Hauptstadt. Am Nachmittag leitete Frau Masumeh Paiman einen intensiven Workshop zum Thema Migration und Integration.
Sie stellte die Arbeit und die Geschichte des KATIB Kulturvereins ausführlich vor. Der Verein wurde im Jahr 2007 gegründet
und widmet sich seither der Unterstützung von Geflüchteten sowie der Förderung ihrer gesellschaftlichen Teilhabe. Die Aktivitäten
des Vereins umfassen unter anderem kulturelle und musikalische Veranstaltungen, Literaturabende sowie umfangreiche Community-Arbeit.
Besonders hervorzuheben sind die sieben internationalen Projekte des Vereins, die vom Danish Refugee Council (DRC) gefördert
wurden – Dänemarks größter Nichtregierungsorganisation mit internationalem Schwerpunkt. Alle sieben Projekte wurden in Afghanistan
durchgeführt, in enger Zusammenarbeit mit lokalen Projektpartnern. Dies zeugt vom Engagement des Vereins über nationale Grenzen
hinweg.
Im Verlauf des Besuchs diskutierte die Gruppe mögliche Formen der Zusammenarbeit zwischen den beiden KATIB Vereinen in Graz und Kopenhagen. Ziel war es, Erfahrungen auszutauschen, gemeinsame Perspektiven zu entwickeln und zukünftige Kooperationen anzustoßen.
Hintergrund: Migration und Integration in Dänemark
Laut der European Website on Integration lag die Gesamtzahl der Menschen mit Migrationshintergrund in Dänemark Anfang 2024 bei rund 943.000 Personen, was etwa 16 % der Bevölkerung entspricht. Davon waren rund 832.000 im Ausland geboren. Laut Angaben der Vereinsleitung leben schätzungsweise 22.000 Afghan:innen in Dänemark. Offizielle Zahlen zur Verteilung nach Städten liegen nicht vor, jedoch wird angenommen, dass etwa
3.000 bis 4.000 Afghan:innen in der Hauptstadtregion Kopenhagen leben. Diese Einschätzung basiert auf Erfahrungswerten und nicht auf amtlicher Statistik. Die Vereinsleitung betont, dass sich viele afghanische Migrant:innen, insbesondere jene, die seit 2015 eingereist sind, gut integriert haben. Ein Großteil von ihnen verfügt inzwischen über akademische Abschlüsse oder ist im dänischen Arbeitsmarkt tätig.
Integrationsangebote in Dänemark
Trotz der restriktiven dänischen Asylpolitik beginnt der Integrationsprozess bereits unmittelbar nach Einreichung eines Asylantrags. Asylsuchende erhalten frühzeitig Zugang zu Sprachkursen, Bildungseinrichtungen und staatlicher Unterstützung. Diese strukturierte Herangehensweise gilt als Teil einer Strategie, die auf schnelle Selbstständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe abzielt.
Interessanterweise wurden im gesamten Jahr 2023 nur etwa 400 Asylanträge in Dänemark gestellt – ein Hinweis auf die strenge Migrationspolitik. Dennoch zeigt die Geschichte der Migration nach Dänemark, dass sich auch frühere Zuwanderungsgruppen, etwa die sogenannten „Gastarbeiter:innen“ der 1960er Jahre, erfolgreich in Gesellschaft und Arbeitsmarkt integrieren konnten.
Aus Sicht der Vereinsleiterin wirkt die strenge Asyl und Integrationspolitik zwar abschreckend auf Einwanderung, kann jedoch gleichzeitig eine Motivation für Migrant:innen darstellen, sich rasch und zielgerichtet in Gesellschaft, Bildung und Beruf zu integrieren.
Im Verlauf des Besuchs diskutierte die Gruppe mögliche Formen der Zusammenarbeit zwischen den beiden KATIB Vereinen in Graz und Kopenhagen. Ziel war es, Erfahrungen auszutauschen, gemeinsame Perspektiven zu entwickeln und zukünftige Kooperationen anzustoßen.
Hintergrund: Migration und Integration in Dänemark
Laut der European Website on Integration lag die Gesamtzahl der Menschen mit Migrationshintergrund in Dänemark Anfang 2024 bei rund 943.000 Personen, was etwa 16 % der Bevölkerung entspricht. Davon waren rund 832.000 im Ausland geboren. Laut Angaben der Vereinsleitung leben schätzungsweise 22.000 Afghan:innen in Dänemark. Offizielle Zahlen zur Verteilung nach Städten liegen nicht vor, jedoch wird angenommen, dass etwa
3.000 bis 4.000 Afghan:innen in der Hauptstadtregion Kopenhagen leben. Diese Einschätzung basiert auf Erfahrungswerten und nicht auf amtlicher Statistik. Die Vereinsleitung betont, dass sich viele afghanische Migrant:innen, insbesondere jene, die seit 2015 eingereist sind, gut integriert haben. Ein Großteil von ihnen verfügt inzwischen über akademische Abschlüsse oder ist im dänischen Arbeitsmarkt tätig.
Integrationsangebote in Dänemark
Trotz der restriktiven dänischen Asylpolitik beginnt der Integrationsprozess bereits unmittelbar nach Einreichung eines Asylantrags. Asylsuchende erhalten frühzeitig Zugang zu Sprachkursen, Bildungseinrichtungen und staatlicher Unterstützung. Diese strukturierte Herangehensweise gilt als Teil einer Strategie, die auf schnelle Selbstständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe abzielt.
Interessanterweise wurden im gesamten Jahr 2023 nur etwa 400 Asylanträge in Dänemark gestellt – ein Hinweis auf die strenge Migrationspolitik. Dennoch zeigt die Geschichte der Migration nach Dänemark, dass sich auch frühere Zuwanderungsgruppen, etwa die sogenannten „Gastarbeiter:innen“ der 1960er Jahre, erfolgreich in Gesellschaft und Arbeitsmarkt integrieren konnten.
Aus Sicht der Vereinsleiterin wirkt die strenge Asyl und Integrationspolitik zwar abschreckend auf Einwanderung, kann jedoch gleichzeitig eine Motivation für Migrant:innen darstellen, sich rasch und zielgerichtet in Gesellschaft, Bildung und Beruf zu integrieren.